Neujahrstauchen 2019

Erneut findet das Neujahrstauchen im Strandbad Ingelheim auch im Jahre 2019 statt um für einen guten Zweck die benötigten Mittel mit Hilfe der Besucher und Teilnehmer, sowie von Sponsoren und Unterstützern zu sammeln. 

Dieses Jahr geht es um Vanessa Brandt, eine junge sozial engagierte Frau aus Dromersheim bei Bingen, welche im Sommer 2015 auf Grund eines Aneurysmas einen schweren Schlaganfall erlitt. Seit dem Tag ist linksseitig gelähmt und auf dem linken Auge blind. 

Ihre Geschichte wurde in der "Allgemeine Zeitung" schon in der Region Mainz mehrfach bekannt gemacht, jedoch haben wir uns entschieden diese hier nochmals für Sie abzubilden.

Vanessa Brandts Geschichte

Vanessa ist eine aktive und zielstrebige, junge Frau. Sie ist 27 Jahre alt, als in ihrem Kopf ein Blutgefäß platzt. Seitdem hat sich das Leben von Vanessa und ihrer Familie aus Dromersheim radikal verändert. 

DROMERSHEIM - Wenn sie die Augen länger schließt, heißt das Ja. Nur so kann sich Vanessa Brandt mitteilen. Sprechen ist unmöglich, Gliedmaßen bewegen ist kaum möglich. Aber Lächeln kann sie noch, und gelächelt hat Vanessa früher oft. Die Leute erzählen von einer humorvollen, lebensfrohen und aktiven jungen Frau.

Sommer 2015: Vanessa hat Kopfschmerzen. Kommt vielleicht von der Periode, sagt der Arzt. Es kommt nicht von der Periode. Sie ist 27 Jahre alt und bei ihrem Freund in der Wohnung, als es passiert. "Stopp, hier stimmt was nicht, ruf meine Eltern und den Notarzt an", kann sie noch sagen. Krankenwagen, Uniklinik Mainz, Not-OP. Vanessa wird der Kopf aufgebohrt. Die Ärzte entdecken ein Aneurysma, ein krankhaft ausgestülptes Blutgefäß. Es ist geplatzt. Sechs Tage später ist sie wieder ansprechbar.


Doch die Ärzte wissen: Jetzt droht ein Schlaganfall, besonders zwischen dem achten und zwölften Tag nach der Notoperation. Bei Vanessa passiert es am zehnten. Sie erleidet einen derart heftigen Schlaganfall, dass die Ärzte der Familie nahelegen, sich Gedanken über Vanessas Beerdigung zu machen. Zwei Tage später wendet sich das Blatt. Nach einer weiteren Operation ist klar: Vanessa wird es packen. Sie wird links gelähmt und auf dem linken Auge blind sein. Doch angesichts der Umstände ist es schon ein Erfolg, dass Vanessa nach vier Wochen wieder selbstständig atmen kann


In Dromersheim läuft eine große Hilfsaktion für Vanessa. Angestoßen hat sie Werner Blumers, der Vanessas Familie seit Langem kennt. Zahlreiche Menschen haben sich seitdem bei ihm und Vanessas Eltern gemeldet, alle Dromersheimer Vereine ziehen mit. Im Oktober planen die Vereine eine kulinarische Weinprobe, deren Erlös an Vanessas Eltern gehen soll. Sie benötigen Geld, um ihr Haus behindertengerecht umzubauen und Vanessas Mobilität zu verbessern. Auch Gewerbetreibende werden um Spenden gebeten. Vanessas Eltern sind für jede Hilfe dankbar. 
Vanessa ist das jüngste von vier Kindern, die Familie Brandt lebt seit 30 Jahren in Dromersheim. Ihr Vater ist Heizungsmonteur, ihre Mutter Hauswirtschafterin. Sie hat ihren Beruf aber vorerst aufgegeben, um sich ganz Vanessa widmen zu können. Eigentlich wollte ihre Mutter auch beim Gespräch mit der AZ dabei sein, musste aber dringend mit Vanessa in die Klinik nach Mainz fahren.


Vanessa war "selbstständig und zielstrebig"


Obwohl Vanessa schwerst pflegebedürftig ist, stemmen die Eltern und Geschwister ihre Betreuung alleine. Gerade bauen die Eltern das Haus behindertengerecht um und haben einen Kleinbus gekauft, in dem sie Vanessa mit ihrem sperrigen Spezial-Rollstuhl transportieren können. Sie in ein Pflegeheim zu geben, stand nie zur Debatte. "Es war von vornherein klar – wenn sie überlebt, kommt sie heim", sagt ihr Vater Bernhard Brandt.
Er beschreibt Vanessa als eine Frau, die selbstständig und zielstrebig war. Die ihr Studium der sozialen Arbeit alleine finanziert hat. "Ich musste nicht mal eine Büroklammer für sie bezahlen", sagt er. Egal ob werktags oder am Wochenende: Vanessa war immer in Bewegung, arbeitete neben der Schule und dem Studium bei der Bäckerei Lüning, im Altenheim und der Suchtberatung der Caritas Bingen. Sie trainierte Yoga, tanzte im Carneval Club Leddekepp und leitete dort die Männerballettgruppe.


"Sie wieder hinbekommen", das ist das Ziel ihres Vaters. In seinem Blick mischen sich Skepsis und Hoffnung. Vanessas Reha lief nicht nach Plan. Für die Operationen schnitten die Ärzte ein handtellergroßes Stück aus ihrer Schädeldecke. Zweimal sollte es wieder eingesetzt werden, zweimal verheilte es nicht und musste wieder entfernt werden. Ihr Zustand verschlimmerte sich. Das Loch im Kopf soll in ein paar Wochen mit einer Spezialplatte geschlossen werden.
Es ist die drückendste Frage, aber was gerade in Vanessa vor sich geht, weiß niemand zu sagen. Ihre Mutter ist sich sicher, dass sie ihre Umgebung bewusst wahrnimmt und sich über die Augen mitteilt. Ihr Vater will sich nicht festlegen: "Manchmal habe ich den Eindruck, sie versteht, was ich mit ihr rede, und dann wieder nicht." Er findet nüchterne Worte, sagt, dass sich Vanessa erst wieder neu sortieren muss.


Ihr Zustand bringt es mit sich, dass viel über Vanessa geredet wird, sie sich aber nicht äußern kann. Doch es gab einen Moment, in dem sie gesprochen hat. Es war nur ein Flüstern. Als ihr in der Reha die Magensonde eingesetzt wurde, sagte sie zu ihrer Mutter: "Mama, wann hört die Scheiße endlich auf?"

mit freundlicher Genehmigung der "Allgemeine Zeitung"

Wie unterstützen wir das Projekt

Nach dem wir von der bewegenden Geschichte und dem hohen sozialen Engagement von Vanessa Brandt durch Alex Laurijsse, dem Initiator des Neujahrstauchens, erfahren haben, war für uns sofort klar - Dieses Projekt unterstützen wir.

Die Frage nach dem "wie" war schnell beantwortet, wir stellen dem Projekt unser komplettes grafisches, mediales und organisatorisches Know-How zur Verfügung.

Das war uns jedoch nicht genug, weshalb wir auf der Plattform Leetchi  eine Spendenaktion für Vanessa ins Leben gerufen haben, um die hohen Kosten der benötigten Therapien zu finanzieren.

 

Mit Know-How und Herz

Die Frage nach dem "wie" war schnell beantwortet, wir stellen dem Projekt unser komplettes grafisches, mediales und organisatorisches Know-How zur Verfügung.

So war es von Nöten um für Vanessa eine hilfreiche Spendensumme zu sammeln entsprechende Partner zu gewinnen und die schon bestehenden Sponsoren mit ins Boot zu holen.

Von großem Vorteil ist für das Event die Partnerschaft zur Antenne Mainz, welche ganz besonders durch die Produktion von Radiowerbespots und Interviews eine große Hilfe dargestellt. 

 

Unser Interview bei Antenne Mainz

Antenne Mainz RadioSpot

Vanessas Story

In Zusammenarbeit haben wir den folgenden Storytrailer erstellt um den Eventteilnehmern und Interessenten die Geschichte von Vanessa zu erzählen.

Eigene Spendenaktion

Das war uns jedoch nicht genug, weshalb wir auf der Plattform Leetchi  eine Spendenaktion für Vanessa ins Leben gerufen haben, um die hohen Kosten der benötigten Therapien zu finanzieren.